Das Engadin in Graubünden/Schweiz

Lage, Verkehr, Inn

Das Engadin liegt ganz im Süden des Kantons Graubünden auf Höhen zwischen 1.800 im Westen und 1.000 m im Osten. Gewaltige Dreitausender Berge säumen zu beiden Seiten das Hochtal. Wie eine „Lebensader“ durchzieht der Inn das Engadiner Hochtal. Der Inn entspringt aus dem Lunghinosee bei Maloja auf einer Seehöhe von ca. 1.800 m, er wird von mehreren Nebenflüssen gespeist, bis er – nach 80 Kilometern – bei Hochfinstermünz (1.019 m Seehöhe) die Grenze zu Österreich überschreitet. – Das Engadin ist über gut ausgebaute Passstraßen erreichbar. Aus nördlicher Richtung ist es der Julier- und Abulapass. Ab Chur gibt es auch eine Verbindung mit der Rhätischen Bahn.

Flora, Fauna, Botanik, Sprache

Eine abwechslungsreiche Flora und Fauna machen das Engadin zu einer bevorzugten Ferienregion. Dichte, weiträumige Föhren-, Tannen- und Lärchenwälder stehen an den Hängen des Hochtals, darüber breiten sich große Alp- und Almwiesen aus. Während vorwiegend Dammwild in den Wäldern zu beobachten ist, findet man in den gebirgigen Regionen und in den felsigen Seitentälern auch Steinadler, Bartgeier, Gämsen und Steinböcke. – Für Botaniker ist das Engadin eine lohnende Adresse. - Im Engadin wird hauptsächlich Bündnerromanisch gesprochen. Auch „Putér“ und „Vallader“ – zwei rätoromanische Idiome, mit eigener Schriftsprache – werden von Minderheiten gepflegt und gesprochen.

Engadiner Seenplatte, das Inntal

Prägend für den westlichen Teil des Engadin ist die Engadiner Seenplatte: Silsersee, Silvaplanersee, Champferersee und St. Moritzsee liegen alle dich beieinander und der Inn fließt durch alle Seen hindurch. Zahlreiche kleine, idyllische Hochgebirgsdörfer, mit vielen Rhätoromanischen Bauernhäusern, alle am Inn oder in eines der Seitentäler gelegen, schließen sich an.

Urlaub & Wellness

Urlaub und Wellness im Engadin heißt in erster Linie: St. Moritz! – St. Moritz, mit seinen Teilorten St. Moritz-Dorf, St. Moritz-Bad, Suvretta und Champfér, liegt inmitten der Engadiner Seenplatte und ist zweifellos der wirtschaftliche, kulturelle und touristische Mittelpunkt des Engadin. Seinen legendären Ruf als „Welt-Kurzentrum“ verdankt St. Moritz seinen eisenhaltigen Heilquellen, die erstmals vor 3.000 Jahren gefasst wurden. Bereits im Jahre 1831 wurde das erste Kurhaus eröffnet. Heute verbinden die zahlreichen Einrichtungen der Kur- und Wellnessstadt St. Moritz modernste, medizinische Erkenntnisse mit den Vorzügen traditioneller Bäderkultur.

Aber auch abseits der "Metropole" St. Moritz gibt es Drei- bzw. Vier-Sterne Wellness-Hotels. Beispielsweise in Ponteresina, Sammau, Scuol und Zuoz.

Schon durch seine geologische Lage ist das Engadin eine ganz besondere, einzigartige Hochgebirgs-Region. Wer den „Flair der großen weiten Welt“ liebt, wird nach St. Moritz reisen. Wer einen ruhigen „Entdecker-Urlaub“ machen will, findet dafür im Engadin unzählige Möglichkeiten. Eine Wellnessreise ins Engadin lohnt sich immer!